"Das Büro"

FRANKE RÖSSEL RIEGER

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Poesie und Symbiose

Vom „Prinze“ zum „Franzosenviertel“

 

Im ersten Drittel dieses Weges liegt das Straßengeviert Schneckenburger-, Grillparzer-, Hackländer und Versaillerstraße.

Angehängt an der Prinzregentenstraße, wie ein Medaillon an einer königlichen goldenen Kette.

 

Prinzregent Luitpold gab die prächtige Prinzregentenstraße in Auftrag, als städtischen Ausdruck der Einheit von Groß- und Bildungsbürgertum und dem Haus der Wittelsbacher.

 

Die Poeten Max Schneckenburger, Franz Grillparzer und Friedrich Wilhelm Hackländer leihen dem Quartier im Norden, Westen und Süden ihre Namen und Identität; regen vielleicht sogar zum Lesen Ihrer Werke an.

Den östlichen Abschluss des Quartiers bildet die Versailler Straße, dazu muss kein weiteres Wort gesprochen werden.

 

Dort soll als Ergänzung in der Höhe des Gebäudes an der Hackländer Straße eine neue Wohn-Textur in luftiger Höhe entstehen. Das Gebäude aus den 1950er Jahren wird neuen intelligenten und zeitgemäßen Wohnformen in zwei Dachgeschossen Platz einräumen.

Der Denkmalschutz hat mit Recht auch ein Auge darauf geworfen – Ensembleschutz ist angesagt!

Zentrum dieser Gesamtanlage im Straßengeviert ist ein verwunschener Grünraum, der sich wünscht, neu aktiviert zu werden. Das „Alte Grün“ wird gewürdigt und mit „Neuem Grün“ unprätentiös ergänzt.

Von den neuen Dachgeschossen an der Hackländerstraße blickt man in die Kronen der erhaltenswerten Bäume. Wie poetisch; da bindet man Schneckenburger, Grillparzer und Hackländer einen bunten Strauß, auch wenn sie schon weit über 100 Jahre nicht mehr unter uns sind.

Und – Versailles wird niemals sterben.

 

Ein architektonisch nobles, aber doch „normales“ Viertel erhält eine soziale Aufwertung und bauliche Aufstockung.

 

Günstiger Mietwohnungsbau soll entstehen, eigenständig und doch unaufgeregt, über den Dächern.

 

So hoch dieser Anspruch auch ist, so wertvoll ist er für die Stadt München.

Schön, dass es auch solche Visionen in dieser teuren Stadt noch gibt.