FRANKE RÖSSEL RIEGER

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20170209fra
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Pas de deux oder „ein minmal(istisch)er Eiertanz

 

 

Wir kommen schon am Anfang zum Pas de deux´schen Schluss, nämlich zur Corda.

So können die Grundlagen für ein Projekt oder ein Produkt, bei dem durchaus auf vieles verzichtet werden kann, ohne deshalb in erbärmliche Armut zu verfallen, geschaffen werden.

Vielmehr handelt es sich um einen möglichen Ansatz für Neuartiges im Kontext mit retrospektiver Betrachtung.

Lange schon wird nichts mehr neu erfunden, im Sinne von Freiheit, Gleichheit und Brüder- oder Schwesterlichkeit. Gemeiner oder besser fundamentaler Gemeinsinn und gegenseitiges Interesse füreinander, Arm für Reich und umgekehrt, wären zukunftsorientierten Prämissen.

 

Anders als beim tänzerischen Pas de deux, bei dem virtuos dargestellte Zweisamkeit von Solistin und Solist ein künstlerisches Feuerwerk entfachen, ist das gesellschaftliche Pas de deux ein laienhaftes Handreichen von Vielen, von Millionen und Milliarden von Menschen, um weiterführende Soubresauts vollziehen zu können. Es handelt sich um ein quasi schwarmintelligentes „Duett“ der unterschiedlichen und teils lebensbedrohenden Lebensbedingungen.

 

Künftige Harmonie und lebensbejahende menschliche Handlungen können nicht von vorneherein vorausgesetzt werden, sie sollten aber sozusagen cordagleich einen erstrebenswerten Höhepunkt darstellen.

Der Verschmelzpunkt liegt bei etwas erhöhter Körpertemperatur ob der notwendigen großen Anstrengungen, die getanzten Eier sind allenfalls wachsweich gegart, wenn überhaupt, als Eier im Glas für Puristen perfekt geeignet.

 

Vermutlich ist es weniger komplex als gedacht, vorausgesetzt man ist des Eierkochens mächtig. Auf den Willen kommt es an, der im Gegensatz zum angestrebten Aggregatszustand der Eier nicht wachsweich sein darf. Pochieren ginge auch.

Man isst gemeinsam, zwei Eier aus einem Glas mit zwei langstieligen Löffeln; es wird geteilt.

 

Beim Wort Löffel fällt einem natürlich sofort der Hase ein, auch jahreszeitlich bedingt. Verwerflich wäre es aus meiner Sicht, zur Feier des Österlichen einen Hasenbraten zu servieren, wo dem Hasen doch die Symbolik der Fruchtbarkeit zugewiesen wird und nicht die des Todes. Der Hase ist das Symbol für die alljährliche Wiedergeburt des Frühlings in unseren gemäßigten Breitengraden.

Im Moment habe ich nur wenige Erinnerungen an den einstmals voreilig beklatschen sogenannten Arabischen Frühling.

 

Das Minimale ist bald gar oder fertig gekocht!

Zwei Häuser im Gras und zwei Eier im Glas. Es besteht kein Dissens zwischen diesen so unterschiedlichen Bildern. Die Sinnesorgane sind aufgerufen, Unterschiede zu begreifen, durch Sehen und Schmecken. Verstand ist nicht nötig. Man erklärt nämlich keine Bilder, dazu müssten sie nicht gemalt werden.

Dies wäre eine probable Möglichkeit die Parallelitäten von Haus und Ei zu verstehen.

Und es entspräche auch dem mystischen Sinn der häslichen Fruchtbarkeit, symbolistisch quasi.

 

Es handelt sich im Ganzen wie immer um ein geschlossenes Mikrosystem im Größeren, im Kosmischen.

 

Nun dann,

Joyeuse Pâques