FRANKE RÖSSEL RIEGER

A R C H I T E K T E N

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wer da?

 

Alle sind da,

die gebetenen und ungebetenen Gäste,

die, die bezahlt haben und Sitzplätze reservierten

und die Schwarzfahrer die „Platz da“ schreien.

 

Weil die Schwarzfahrer zu den Prominenten gehören, kommt keine Kontrolle.

Die Kontrolle hat Informationen darüber und versagt sich ihren Pflichten.

Die, die unerlaubt vor ihrem Nobelitaliener auf dem Gehsteig parken

und das kraft ihres Standes ungestraft dürfen, das sind die Ungebetenen.

 

Nicht nur die Parküberwachung ist bestochen,

auch die Mobilisten der aufgeblasenen Karossen.

Die, die weit oben sitzen über dem sie umgebenden Verkehr

und von oben herab aus ihrem X-500 auf die geräderten Billig-Flundern schauen.

 

Alles wächst,

die Wirtschaft und ihr Wachstum, der Arbeitsmarkt und manch ein  Baum,

auch die Schulden, nicht aber die Zinsen.

Und Rabatt erhalten diejenigen, die ihn nicht benötigen.

 

Weil die, die oben sind, ohnehin oben schwimmen.

Die, die unten sind, kollektiv ertrinken.

Die, die oben sind, reden vom Wohlstand

und meinen den ihren und entfernen sich kraulend von den Ertrinkenden.

 

Sicherheitsbeamte werden mindestens nach Mindestlohn bezahlt,

denn sie sind die Hüter von privatem Recht und privater Ordnung.

Versöhnungsapostel sind sie ...

und meinen zu wissen, was Apostel sind. Apostel waren früher sog. „Gesandte“!

 

Alles wird intrigiert, nichts wird integriert.

Es gibt keinen Unterschied zwischen Beschränkung und Beschränktheit.

Die, die nichts sehen (wollen) hören meist auch noch schlecht

und brüllen deshalb laut nach neuer Ästhetik und akustischen Wunderwerken.

 

Die Sprache hat ihren Sinn verloren.

Das Gewitter (hier fehlen 2 tees) wird getwittert (hier sind 2 tees zu viel).

Schirme kann an immer brauchen, ob Sonnen- Regen- oder Rettungsschirme

und Optimismus, zügellosen, statt Antidepressiva mit und ohne Verschreibung.

 

Wir wachsen ungezügelt munter weiter, weniger in die Höhe, eher in die Breite.

Bald werden auch Alkoholika einen Aufdruck erhalten:

„Saufen schadet der Leber“.

Ich werde meine Leber dereinst einem Säufer spenden, wenn er sie braucht.

In der Ruhe liegt die Kraft, zu viel Kraft lässt einen aber nicht in Ruhe.

 

 

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