FRANKE RÖSSEL RIEGER

A R C H I T E K T E N

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Flächengrundbedarf von (und zu) Lasten(-) und (der) Leistungsträger(n)

 

Es kann nicht schaden, wenn sich die L´s auf den Pfad der Besinnung und Selbstfindung begeben, "egoterisch" nicht esoterisch.

Hilfsmittel sind erlaubt. Werden die richtigen gewählt, dann sind Geist und Körper im Reinen. Aber dazu später mehr.

 

Prolog

Lasten können auf die Schultern, die Seele und den Geist ihrer Träger drücken.

Leistungen können denselben „Druckverhältnissen“ unterliegen. Sie werden meist hinterlegt mit quantitativen Bewertungmaßstäben wie hervorragend, sehr gut, gut, befriedigend, ausreichend, mangelhaft oder ungenügend, mit schulischen Termini. Noch kann dann das Vorrücken in die nächste (Ausbildungs-)Stufe verweigert werden, wenn mangelhaft und ungenügend die Leistungsbeschreibung dominieren. Noch wird man dann zum Wiederholen verdonnert, zumindest in Bayern.

"Sitzenbleiben" soll jetzt vielleicht abgeschafft werden. Aber dazu später mehr.

 

Eingemachtes

Mit bloßer ernsthafter(?) sogenannter Verantwortungsübernahme allerdings kann man in den prominenten Kreisen der Leistungsträger einen nicht gelungenen Vortrag oder Vertrag durchaus ausgleichen. Man rückt dann vor, geht über Los und zieht einen nicht zu knappen Geldbetrag ein. Das hat Würfelspiel-Charakter!

Da liegt der grundsätzliche Unterschied zwischen Lasten- und Leistungsträgern.

Er lebe, der Unterschied.

Die Bedarfsposition „Wohnflächenbedarf pro Kopf“ differiert und ist global im Wachsen begriffen. Die freistehenden "Kochinseln" (Caymans) haben die „Frankfurter Küche“ verdrängt beim designorientierten Wohnen. Mit öffentlichen Geldern wird dies natürlich nicht gefördert!

Gott sei Dank! Die „Frankfurter Küche“ lebt also doch noch!

Einst als mehrköpfige Lebensgemeinschaft gegründet, z.B. als 4-Köpfige, auf moderaten 80 Quadratmetern zusammengepfercht, wird sie durch Lebensumstände wie „Gesund-Schrumpfung“ (Trennung, Auszug, Tod …) vielleicht zur einköpfigen Isolationshaft auf 80 Quadratmeter Singlewohnungsfläche. So kann Wohnungsnot entstehen.

Alles kann dann zur Insel werden, kraft des üppigen Flächenangebots.

Kochinseln, Bettinseln, Schrankinseln, Badewanneninseln. Das "Einköpfige" lässt einfach mehr Gestaltungsspielraum zu auf üppigem Raumangebot.

Ein "statistischer Wert" ist dem nachstehenden sogenannten "Flächenbaum" zu entnehmen, der pro Flächenmodul (rechte Seite, vom Fötus zur Urne) jeweils zwei archaische geometrische Grundformen benutzt, nämlich den Kreis (also die Jurte) und das Quadrat (also die "Bauhausarchitektur"?). Die Definitionen der angeführten Flächen des Flächenbaums erfolgen über die Angaben von Radius oder Seitenlänge des jeweiligen Moduls.

 

 0 m² Radius 0,0x m Fötus +    Obdachloser

            Kantenlänge 0,0x m

 

 5 m² Radius 1,261566261 m     traditioneller Eskimo-Iglu

            Kantenlänge 2,236067978 m

 

10 m² Radius 1,784124116 m     Gefangene(r)

      Kantenlänge 3,16227766 m

 

20 m² Radius 2,523132522 m     Münchner Edel-Student

      Kantenlänge 4,472135955 m

 

30 m² Radius 3.090193616 m   Apartment + Boar(d)ing House

            Kantenlänge 5,477225575 m

 

40 m² Radius 3,568248232 m     1,5Zimmer gefördert

            Kantenlänge 6,32455532 m

 

50 m² Radius 3,989422804 m     2,5Zi. Flüchtlingswohnung

            Kantenlänge 7,071067812 m

 

100 m² Radius 5,641895835 m    2Zimmer Single

            Kantenlänge 10,0 m

 

250 m² Radius 8,92062581 m     3Zimmer the5, the6, the7 

            Kantenlänge 15,8113883 m

 

1000 m² Radius 17,84124116 m   Villa mit Pool, Spas(s),

            Kantenlänge 31,6227766 m Master- + Mistressbädern

 

1,2 m² Radius 0,618038723 m    Sarg ohne Mausoleum

            Kantenlänge 1,095445115 m

 

0,01m² Radius 0,056418958 m    Standard-Urne

            Kantenlänge 0,1 m

 

In gewisser Weise könnte man obige Flächen,je nach Zugehörigkeit zur Lasten- bzw. Leistungsträger-Community,

als Vandalismus im archaischen und/oder luxuriösen Pro-Kopf-Flächenbedarf bezeichnen.

Die Vegetationsflecken oder auch Lebensoasen der Erdbevölkerung orientieren sich  entweder an den Bedürfnissen, ...oder an den Bedürfnissen (!).

Darin liegt der Unterschied.

 

Den Menschen ist zumindest temporär die Rückkehr zu einer einfachen Lebensweise gemeinsam, quasi als Solidaritätsausbruch, wenn vielleicht auch eher im Alkoholtaumel geschehen.

Zum Beispiel auf dem seit 1810 mit Unterbrechungen immer wiederkehrenden Münchner Oktoberfest. Ein Standardzelt ist grundsätzlich mit klappbaren sogenannten Bierbänken und Biertischen möbliert. Der Unterschied in der Benutzung liegt mittlerweile darin, dass die frei herumlaufenden ungeschützten Lastenträger Bank und Stuhl ihres eigentlichen Zwecks, nämlich des Lastenabstellens und des Sitzens, beraubt haben. Die - in der Tradition des bayerischen Urvolkes - bunt Gedirndelten und Gelederhosten geniessen durch Stehen auf Bänken und Tischen den Fernblick in die sogenannten Gated Communities, auch Boxen genannt, in denen die Leistungsträger Platz gefunden haben.

Diese wählen dort durchaus die klassische Nutzung der bereitgestellten Grundmöblierung und widmen sich im Sitzen der Einverleibung der in Nasen- oder Augenhöhe (je nach Körpergröße) in Tischmitte Ufo gleich schwebenden sogenannten "Brotzeit-Brettl. Man könnte es auch als einen stilvollen geordneten Rückzug in eine lauschige Wiesn-Box bezeichnen. Da ist das "Sitzenbleiben" noch ein guter alter Grundwert.

 

Der Wiesn-Einheitsplatzbedarf beschränkt sich für Lasten- und Leistungsträger gleichermaßen übrigens auf approximativ 0,32 m².

½ Tischtiefe = 0,30m + Abstand Tisch zu Bank = 0,20m + Bierbank-Sitztiefe 0,30m:

Summe 0,80m! anteilige Bierbank-Sitzbreite = 0,40m (mia ruckn zam)!

0,80m x 0,40m = 0,32m². Dies entspricht in etwa der ¼ Grundfläche eines Sargs.

Ergo: das Leben kann durchaus Platz sparender sein als der Tod. Dabei ist der extreme Flächenbedarf einer Urne (0,01m²) vernachlässigt worden.

Mögliche Vergleiche mit den erst vor ca. 20 Jahren unterbundenen Apartheids-Bestimmungen (hier: Nahrungs-Box versus Nahrungs-Zelt), nämlich der Trennung in Lasten- und Leistungsträgerbereiche im öffentlichen Raum, sind hier irreal und unpassend. Contenance s´il vous plaît!

Es gibt keine Schere und deshalb kann auch nichts auseinander gehen!

Nach dem Motto: "Fein sein, beinander bleiben", Volkslied!

Vielmehr handelt es sich hier um die kollektive Rückkehr zur "Einfachen Lebensweise" für alle. Verbindendes Hilfsmittel ist das Volksfest!

 

Epilog

Angezapft wurde, ist und wird,       

eins, zwei, drei, getrunken!

 

Ozapft wars, is und weads,

oans, zwoa, drei, gsuffa!

 

MickeyMouseZeichen    ;-) "schee is"   :( "mia is so schlechd"

§"Schnauzer"   =/ "bsuffa"    ** "i sieg steandl"    

[]-) "subba bruin"   %{"wia schaugdn der"

 

 

 

 

Heinz Franke

Franke Rössel Rieger Architekten

01.05.2013