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MigrationNordSüd 20150429fra
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Migration von Nord nach Süd


Mal angenommen, die Flüchtlingsströme drehen sich irgendwann einmal aus noch unerfindlichen Gründen um.

Sozusagen von Süd nach Nord in Nord nach Süd.

Und die Schlepperbanden aus Ingolstadt, München, Stuttgart, Wolfsburg und Zuffenhausen brechen mit ihren geländetauglichen Monstervehikeln auf dem beschwerlichen Landweg voll klimatisiert in das südliche Paradies ein.

Und die Kreuzritter-Reedereien werden mit unsinkbaren stählernen, 8000 MigrantInnen fassenden Kolossen ihre KlientInnen in noblen Innenkabinen oder gar luxuriösen Außenkabinen mit Meerblick, bei Käptnsdinner und „Wir wollen Spaß haben - Atmo“ sicher die Küsten des Glücks erreichen.

Und Fluggesellschaften mit ihren silbernen absturzsicheren(!) Ikarussen , natürlich mit gläsernen und lebensfrohen K.O.-Piloten bestückt, spucken die Heuschreckenschwärme der von der Steuer geplagten Leistungsträger in der Mitte des südlichen Kontinents direkt in die bereits errichteten Safari-Lodges aus. Senkrechtstarter wären gut, die brauchen keine aufwändigen Landebahnen im Sand oder Sumpf.

Mann und Frau sollten sich dafür auf jeden Fall rechtzeitig mit MigrantInnenversicherungen der europäischen Assekuranzen absichern, um keine existenzbedrohenden Werteverluste erleiden zu müssen.


Schon heute hoffen wir auf Verständnis und großmütige Aufnahmebereitschaft im warmen Süden.

Wenn nicht, helfen wir halt ein bisschen nach.

Eine Arbeitserlaubnis ist wegen Reichtum nicht erforderlich, der monetäre Bestand sichert das Auskommen über Generationen langfristig.

Die frucht(furcht!)baren Zeiten des Kolonialismus liegen ja noch nicht lange zurück, wir wissen, was zu tun ist. Die Verstorbenen unter uns werden sich daran sicher noch erinnern können.


Mal angenommen, die Flüchtlingsströme drehen sich irgendwann einmal aus noch unerfindlichen Gründen um, dann spielen sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keine schockierenden Dramen ab, wie eben quasi täglich.

So wie wir consulted sind!

Wachstum auf dem noch maroden Süd-Kontinent ist garantiert, und wir sind wieder angekommen, wo wir einst herkamen, nämlich in der Wiege der Menschheit. Platz ist dort im Übermaß vorhanden.

Und in Timbuktu errichten wir als erstes die ständige Vertretung des ehemaligen Freistaates Bayern in Hauzenberger Granit, gründen den FC Bavaria Timbuktu und ein neues Bogenhausen und feiern im Oktober ein großes Fest in Dik-dik-Lederbekleidung.

Ich zumindest freu mich schon.

Bitte die Sonnencreme nicht vergessen. Es wird nicht gleich Parfümerien geben - ist zu befürchten.



Heinz Franke

noch München, den 01.05.2015