FRANKE RÖSSEL RIEGER

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Stammtisch-Kuba



bin mal gespannt,


wann die weißen Yachten der noblen Exilkubaner in Havanna festmachen?

Die Amerikaner haben wieder eine Botschaft in Havanna, haben sie auch eine Botschaft für Havanna?


Frank-Walter war mit seinem Tross schon da, unter anderem hatte er die TUI´s im Schlepp.

Wir könnten mit unseren Erfahrungen der Treuhand-Anstalt sinnvolle Beiträge bei der bevorstehenden Umverteilung leisten.


Als Erstes sollten wir Containerschiffe mit Kunststofffenstern und gebrauchten Audis, BMWs und VWs beladen und auf Kuba auf dem Wochenmarkt aus den Riesenzelten zu fairen Preisen an die Eingeborenen verkaufen.

Ein aldiartiger Konsumplatz zum Start wäre auch nicht schlecht.

Im Gegenzug packen wir die alten Buicks, Chevis und Oldsmobiles in die freigewordenen Blechkisten und laden sie in Bremerhaven wieder aus, möbeln sie bei uns auf, kleben ein H-Schild drauf und machen gute Geschäfte bei EBAY damit.

Das bringt Frieden, Freiheit und vor allem jede Menge Wohlstand in das marode Kuba und bei uns das Gefühl, wieder mal so richtig geholfen zu haben; so eine Art großer Weihnachtsscheck für Hilfsbedürftige.

Im Zweifel könnten die Kubaner bei den Griechen nachfragen, wie so etwas (aus)geht.


Nach näherem Nachdenken kommt man vielleicht aber drauf:

Kuba sollte kein Geschäftsmodell sein.

Die Kubaner selbst sollten von den Hilfen profitieren, nach dem Motto „Fremdhilfe zur Selbsthilfe“.

Aber natürlich nicht ganz so üppig wie die Südafrikaner und Brasilianer von den FIFA - Veranstaltungen dereinst profitiert haben.

Eigentlich nämlich gar nicht, bei denen ist alles beim Alten geblieben, außer dass dort jetzt ein paar bröselnde Stadien rumstehen.

Kuba ist ein Mythos und gehört den Kubanern, noch.


Was wohl aus Guantanamo werden wird?

Da haben die Amis zunächst mal die Daumen drauf, weil sie ja dort seit Jahren bereits erfolgreich gegen den Terrorismus kämpfen.

TUI könnte was draus machen aus Guantanamo, wenn die jetzigen Bewohner doch einmal verlegt werden sollten in die Hoheitsgebiete der amerikanischen Justiz.

Der Businessplan dafür ist längst geschrieben.

Weil ein Zaun oder besser eine Einfriedung schon da ist, wäre z.b. Club-Athmo sehr leicht machbar.

All inclusive, auf Wunsch mit Kugeln an den Fußgelenken, Waterboarding mit alkoholischen Getränken wie Rum, „Koranschule“ unter Aufsicht von Pegida–Theologen oder evangelikalen Republikanern, Sonnenbaden ohne Schutzcreme, Revolutions-Spiele in Fidel-Maskierung, Havanna-Smoking auf Lunge bis man sich erbricht etc.


Im Moment kommt zwar keiner raus aus Guantanamo,

dann aber kommt nicht jeder rein nach Guantanamo.

Nur gegen Gebühr mit einer goldenen TUI–Event-Card.

Die Anreise ist exklusiv mit dem Kreuzfahrtschiff „Barack & Castro“ möglich.

Hat man allerdings die „Cuban–Adventure-Tour“ gebucht, dann geht es von Miami aus schlepperbandenartig mit löcherigen Schlauchbooten durch bewaffnete Haischwärme mit PS-starker Johnson-Motor-Ausstattung, nach La Habana.

Wer lebend drüben ankommt erhält 50% auf den Buchungspreis, muss aber auf dem Weg, den er für die Anreise gewählt hat, auch wieder Abreisen.

Wer das dann überlebt hat, ist ein Revolutionsheld.

Das wird allerdings nur sehr selten vorkommen.

Es gab nämlich noch nie viele Helden bei Revolutionen, zumindest nicht solche, die die Revolutionen bei guter Gesundheit überlebten.


Ich finde die Absichten von Barack Obama wirklich ehrenvoll. Seine 2. Amtszeit geht leider übernächstes Jahr zu Ende.

Ich befürchte deshalb, das mit dem Kuba geht in die Hose - für die Ur-Kubaner.

Hübsch wird Kuba werden und sündteuer.

Für die, die unseren Leistungsträgern in Gluthitze die köstlichen Zigarren gerollt haben.


Heinz Franke 20150723

 

 

 

 

collage 20140105fra
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