FRANKE RÖSSEL RIEGER

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Bad News Are Good News?

 

Skandalöse Skandal- und Schreckensmeldungen fortlaufend.

Die schwarzen abfärbenden Lettern lassen das bedruckte infizierte Papier aufquellen wie Wasser das Tapetenkleister-Pulver.

Am Klebrigen bleibt jede nächste Skandalmeldung haften und an dieser die Nächste und an dieser die Nächste und so fort.

Das adhäsive Schwarze ist nur mit Öko-Kernseife und Handbürste mit größter Mühe von den Finger zu entfernen.

 

Eines der unzähligen Grundübel ist z.B. auch die Mobilität.

Freie(r) Fahrt (Flug) für freie Bürger.

Die dazu notwendigen Vehikel mit dem vorsätzlich gewissenlos konstruierten ökologischen Schadenspotential und der mitgehangenen ist mitgefangenen Wachstumsökonomie mitsamt ihrem Kapitalschmutz sichern einen großen Teil unseres vermeintlichen Wohlstandsbauchs.

Fett schwimmt immer oben. Ich möchte nicht mal Hausmeister oder Reinigungskraft bei Audi und VW sein. Bescheid gewusst haben sicher nicht nur die Aufsichtsräte und Vorstände. Das kann mir keiner erzählen. Da sind auch Boni und Betriebsrenten verwirkt. Punktum!

 

Warum werden eigentlich nur die betrogenen Käufer der Umweltbomben entschädigt?

Wichtiger wäre die Entschädigung der betrogenen Weltgemeinschaft mit ihrer Umwelt. Aber vielleicht können unsere mutierten Enkel, Urenkel und Ururenkel mal ohne Schadstoffe gar nicht mehr existieren?

Unser Wohlstand ist gegen jede Desinfektion resistent, oft ist er auch gefährlichster Emittent.

Der vermeintliche Wohlstand ist nur mit Öko-Kernseife und Handbürste mit größter Mühe von den Fingern zu entfernen.

 

Bad News sind irgendwie extrem nachhaltig. Scheiße schwimmt halt auch immer oben, siehe Fett.

 

Ganz im Gegenteil zu den Schlauchbooten aus Nordafrika, obwohl die auch Scheiße sind.

Die gehen unter und mit Ihnen die Blei-Schwimmwesten tragenden verzweifelten Passagiere.

Als wir und die anderen europäischen „Heilsbringer“ als Kolonialisten Afrika noch be(ent-)wirtschafteten, da war die Welt natürlich auch nicht im Reinen, aber es gab wenigstens noch keine tödlichen Schlauchboote und mörderische Bootsverleiher.

Schlauchboote werden heutzutage übrigens auch zur Lippenkorrektur eingesetzt. Die Lippen-Schlauchboote sind dann oft fast so groß wie die, die überladen untergehen. Wo doch schmale Lippen auf Grund der aktuellen Umstände viel angebrachter wären.

 

Im Neuen Jahr wünsche ich mir trotzdem schwarz bedrucktes Papier prall gefüllt mit nur sehr guten Nachrichten. Ich lese zur Vorbereitung deshalb schon mal die Humanisten. Vielleicht fange ich mit Erasmus an?

 

Die neuen Medien lassen wir bei den Betrachtungen außen vor, da besteht im Moment aus meiner Sicht kein Grund auf Hoffnung zur Besserung.

Wir sollten unsere Webseiten stilllegen und lieber wieder Briefe schreiben mit königsblauer Tinte auf Bütten, Riechpulver darüber streuen und die Briefe mit rotem Wachs versiegeln.

 

Restitution wäre von Nöten, Reset drücken und es hoffentlich besser machen.

Wenn wir wirklich wollen – geht’s.

 

Auf ein besseres 2017, auch wenn die latente Hoffnung durch Resignation zugedeckt ist.

 

 

 

Heinz Franke

20161221