FRANKE RÖSSEL RIEGER

A R C H I T E K T E N

SCHWANTHALERSTR.12

D-80336 MÜNCHEN

FON +49-(0)89-759400-50

FAX +49-(0)89-759400-70

Lazy Sunday 20151011fra
Lazy Sunday 20151011fra

 

 

Es gibt zu viele Baustellen

wegen geplatzten Hutschnüren

 

 

Was macht VW mit uns ?

Was machen wir mit VW ?

Gleichmal vorweg: ich bin zu persönlichen Beiträgen zur Rettung dieses Unternehmens nicht bereit.

Zusperren den Saftladen.

Die Einsicht der verantwortlichen VW´ler hält sich noch in engen Grenzen.

Wir alle müssen jedenfalls unseren geistigen Wohlstand und die Moral sichern. Daran hindern uns zur Zeit Konzerne wie u.A. der der Volkswägler.

Arbeitsplätze für die unbescholtenen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sollten zu finden sein, wenn man nur will.

Das Label „MADE IN GERMANY“ hat eine neue Bedeutung erhalten.

Die Jüngeren unter uns werden sich fragen, was das damals eigentlich mal bedeutet hat, „Made in Germany“ ?

Vorbei, „Gips“ nicht mehr.

Der viel zitierte materielle Wohlstand in unserer Gesellschaft hängt nicht an VW dran, wie ein Anhänger am Touareg, und darf nicht mit Betrug gesichert werden; wenn er denn – so wie von den Weisen unter uns dargestellt wird - überhaupt einen tieferen Sinn macht, der Wohlstand.

Dann fahren wir halt keinen UP Polo Golf Beetle Jetta Passat Phaeton Scirocco Tiguan Touareg Touran Sharan Caddy Mulitivan California Amarok Porsche Audi Seat… mehr.

Es geht auch ohne, da bin ich mir sicher.

Wie halten es eigentlich die anderen Automobil-Hersteller so mit der (Schadstoff)-Moral?

Also, rufen wir erstmal den VW-Konzern komplett zurück (Mega-Rückrufaktion), nicht nur einzelne Automobile.

 

Bezahlbarer Wohnraum ist gerade alle, ganz plötzlich.

Die Produktionsgebäude von Volkswagen könnten zu Wohnungen umgebaut werden von Herzog & de Meuron. Es handelt sich nämlich um einen bestehenden Ziegelbau im Headquarter WOB, wie in Hamburg (Philharmonie) und London (Tate)! Das kann "H&M" in Perfektion.

Das gibt "Wohnraum für Alle“, wenn man zu "Alle" dazugehört und es sich leisten kann.

Da fällt sicher auch die eine oder andere Philharmonie dabei ab.

Wolfsburg braucht nämlich dringend beste Akustik, damit alle hören, was gerade gesagt wird.

 

Ich bin seit 2 Jahren autofrei und vermisse gar nichts.

Hat eh zu lang gedauert bei mir.

Wenn jetzt die Münchner U-Bahn nicht regelmäßig wegen Technischen Störungen ausfallen würde, wäre das für einen MVG-Dauerkartenbesitzer wie mich fast paradiesisch.

Die Bahncard hab ich auch.

Bei DB und MVG läuft aber auch nicht alles rund.

Wenn es gar nicht anders geht, gehe ich halt zu Fuß oder nehme das mit Stützrädern und Körbchen aufgemöbelte Fahrrad.

 

Der Autoverzicht schränkt zwar meinen individuellen Bewegungsradius ein, sagt man. Aber ich lerne mein Quartier, meine Stadt und ihre Nischen und Oasen noch besser kennen.

Mit klassischem Falk-Stadtplan ohne Smartphone-App.

So hab ich dann den Kopf oben beim Gehen oder Radfahren.

Das schult die Wahrnehmung und schärft den Blick für das Große Ganze und die Details.

Früher war nicht alles besser, aber heute müsste vieles besser werden. Auf geht’s !

 

Im Moment komme ich mir vor wie ein verbiesterter alter Sack.

Aber irgendwie macht mich manch ein Niedergang so richtig trübsinnig.

Z.B. der von VW, der von der einstmals charismatischen SPD, das gesellschaftliche Klaffen der Scherenhebel, die platzenden Atomkraftwerke, das Desaster vom TSV 1860 München, die Vernichtung des kleinen Einzelhandels zugunsten der amazonischen Online-Anbieter, die humorlose neue Spaßgesellschaft und ihre  betrügerische Sommermärchen, das geschmacksverirrte Angebot der vorgefertigten Aufbackbrezn, die Zwangsgebühr der GEZ und ihr mieses Programmangebot, die verschwundene hölzerne Biergartenkultur, der Wahn der tauben Musikkenner und ihr Ruf nach exzellenter Akustik, der Verlust der Kunst ein perfektes Spiegelei braten zu können, der architektonische Design(?)-Einheitsbrei in unseren Dörfern und Städten,

das Aussterben der ausgeschriebenen Handschriften mit Füller in königsblauer Tusche auf feinster Gohrsmühle, die tödliche Ignoranz gegenüber Mensch und Natur, die Verluste der Begleiter meiner bisherigen Lebensjahre aus Kultur, Kunst und Sonstigem aus Krankheits- oder Altersgründen ...

Und doch geht es weiter und voran. Ich gebe die Hoffnungen nicht auf und stopfe mich mit

Zuversicht voll, bis mir diese aus Mund, Nase und Ohren wieder herausläuft!

Die austretenden Säfte fange ich auf, fülle sie ab und verkaufe sie im Online-Shop.

 

Der Herr trägt jetzt wieder Hut, mit Hutschnur versteht sich.

Ein guter Hut schützt vor Regen, Kälte und Sonnenstich.

20160326fra

 

impressionisme 20151210/20160325fra
impressionisme 20151210/20160325fra