FRANKE RÖSSEL RIEGER

A R C H I T E K T E N

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20130204fra
20130204fra

"Liebe Fahrgäste, liebe Fahrgästinnen,

 

leider (?)(!) kommt es auf der Linie U2 aufgrund einer technischen Störung in beiden Richtungen zu Verspätungen bis zu 15 Minuten. Wir bitten um ihr Verständnis. Ihre Münchner Verkehrs Gesellschaft."

 

damit werde ich gezählt und gefühlt seit viel mehr als einem augustinischen kalenderjahr in kurzen und regelmäßigen abständen vor allem des morgens auf dem weg zu wichtigen terminen meist von einer altbayrisch klingenden sich zu hochdeutsch zwingenden mitteltiefen männlichen baritonstimme mitfühlend begrüßt. ich, der seit vielen jahren abonnementbehaftete mitfinancier des mvg`s.

 

es geht mir auf den sack, und demselben tut das nicht gut!

 

welchen technischen störungsumständen haben wir das zu verdanken?

warum werde ich als miteigentümer der mvg (siehe ansage: IHRE münchner verkehrs gesellschaft) nicht schon vor verlassen meines condominiums per sms, e-mail oder mit einem einfachen telefonanruf von den aufkommenden verspätungen in kenntnis gesetzt? dieses würde ich als mitdenkenden service bezeichnen!

 

die münchner verkehr(t)s gesellschaft hält doch so große stücke auf ihr hochmodernes unterirdisches (da stimmt die bezeichnung im doppelten sinne des wortes) verkehrsmittel. sind die heinis und heinisinnen eigentlich schon einmal mit den mehr als hundert jahren alten rumpelbahnen in london, new york oder paris gefahren? ich schon, und ich kann mich nicht an eine einzige ansage wie oben im blauen kasten erinnern.

wenn dort nichts geht, dann hat man es i.d.r. einem satten streik der beschäftigten und beschäftigtinnen der lvg, nyvg oder pvg zu verdanken.

die werden dann schon ihre gründe dafür haben und der fahrgast oder die fahrgästin ist über film, funk, fernsehen und presse rechtzeitig davon in kenntnis gesetzt worden.

 

apropos "verkehrsbetrieb" und zu spät kommen, manchmal kann diese eigenschaft wirklich eher von vorteil für die mitreisenden und mitreisendinnen sein, wohlbefindensmäßigher!

womit wir wieder bei "es geht mir auf den sack" wären.

 

"Liebe Fahrgäste, liebe Fahrgästinnen,

 

es kommt auf der Linien der mvg aufgrund von technischen Störungen in beiden Richtungen (!) zu Verspätungen bis zu 15 Minuten. Wir bitten um ihr Verständnis. Ihre Münchner Verkehrs Gesellschaft."

 

für verspätungen im "individualverkehr" müssen die sich doch nicht entschuldigen.

also, lieber zu spät als zu früh kommen, heißt es doch, oder?

davon wird man zwar müde, der grad der befriedigung steigt aber angeblich.

alles hat sein vorspiel, aber auch sein nachspiel, besser sollte haben.

 

 

heinz franke, 20140405