FRANKE RÖSSEL RIEGER

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es fällt immer schwerer, eine eigene handschrift aufzuspüren



keine wehmut,

kein bedauern.

und doch wird es merklich dunkel auf der seele,

ganz ohne angst und ohne tränen -

noch.


wieviele schneeflocken mögen wohl durch den ausschnitt des fensters heute schon geflogen sein?

ganz leise jedenfalls und von leichtem wind getrieben.

nicht jeder ton ist den wachen ohren im moment recht.

man ist wählerisch geworden.


über sich selbst entscheiden zu müssen ist quälend.

hinter der nächsten kurve könnte die strasse zu ende sein.

man muss sich in geduld üben

und wird sehen.

vielleicht nehmen einen ja die engel in empfang?


jedes bild, jeder schritt und jeder atemzug will eingeprägt sein.

wer weiß jetzt schon, ob später die eigene erinnerung nicht gut zu gebrauchen ist?

und niemand wird bemerken, dass die schweren schritte den boden nicht mehr berühren.

die neuen anfänge werden sich auf unbestimmten wegen zu neuen enden begeben.

unaufhaltsam. vielleicht langsam, vielleicht schnell.


man sollte das gedruckte unbedingt noch in eine handschrift transponieren.

das aussterben der handschrift muss jedenfalls verhindert werden.

vielleicht wird mit der weichen goldfeder eines füllfederhalters geschrieben, in königsblauer tinte.

irgendeinen abschied gibt es immer, und wenn es der der handschrift ist.




20150202fra

 


 


20130725fra
20130725fra