"Das Büro"

FRANKE RÖSSEL RIEGER

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das "Tiefseepferd"   Kaffeesatz Polychromos   20200811fra
das "Tiefseepferd" Kaffeesatz Polychromos 20200811fra

das trojanische

Tiefseepferd

 

Die Frage ist es nicht, welcher Graben der Tiefste sei, die Frage ist eher, wie tief die tiefsten Tiefen auf dieser Erde sind.

Im weitesten Sinn dieser Frage steht die Behauptung oder Feststellung, dass es sich wohl um die tiefsten Tiefen in den Meeren handeln muss.

Ballt man die Faust im Taucheranzug, dann zeigt sie die Richtung zum approximativ circa 11 Kilometer entfernten Meeresgrabenboden auf.

 

Dort tief unten in unglaublicher Dunkelheit ist das Tiefseepferd zu finden, der Wirt für eine große Zahl von Parasiten, die sich nicht die Mühe machen wollen, selbständig in die Tiefe zu sinken.

Die Parasitys reiten das Tiefseepferd, ganz ohne Sattel, zügellos, wie die ersten Reiter der Botai-Kultur vor 5500 Jahren, die die asiatische Steppen querten.

Das Tiefseepferd war das allererste Pferd auf Erden, ein Meeressäuger wie die mächtigen Wale. Ein ausgewachsenes Tiefseepferd kann die Größe eines Blauwals erreichen.

Bis es diese Größe erreicht hat, vergehen 150 – 200 Jahre, bei einem Lebensalter von bis zu 500 Jahren.

 

Das Tiefseepferd wurde von möglichen menschlichen Jägern bis heute übersehen, zu ungunsten der Wale, Captain Ahab.

Selbst Humboldt, der große Entdecker, wusste von seiner Existenz überhaupt nichts. Was für ein Glück für das Tiefseepferd.

Möglicherweise hat es geholfen, dass das Tspf nur alle zwei Jahre auftaucht, um Atem zu holen. Das würde bedeuten, dass bei einer durchschnittlichen Lebensdauer von 500 Jahren nur etwa 250 Lufteinholungen geatmet werden.

Hier ist es so, das wenig Atmen dem Wirt den Fortbestand sichern half, weil es von den Jägern - wie gut für diese - nicht entdeckt wurde.

Was für ein ausgeklügeltes, fast lochnessartiges System.

 

Würde man den Tauchvergleich mit Menschen führen wollen, so könnte man sich erinnern, dass ein österreichischer Apnoe-Taucher 2007 einmal auf 214 Meter abtauchte, ganz ohne zusätzliche Luftversorgung, was aber mit dem Tiefseetauchen des Tiefseepferdes noch lange nichts zu tun hatte.

 

Die das Tiefseepferd befallenen Parasiten sind viele, auch in den Tiefen der Tiefsee, bizzare furchterregende Gestalten.

Sie sind zahlreich und in der Überzahl.

Sie stehen im Rang der oberirdisch fliegenden Pegasoi und wirken dabei ganz und gar nicht überirdisch.

Ein Tiefseepferd z.B. muss Parasiten aushalten, um damit stolze 500 Jahre alt werden zu können. Das erinnert einen.

 

Es sind stürmische Zeiten momentan, in Natur und Gesellschaften. Dieser böige Wind eignet sich nicht zum Segeln, allenfalls zum Kentern.

Wehe denen, die dann ein löchriges Rettungsboot im Schlepptau haben.

Wegen dem starken Wind stehen mir die Tränen in den Augen. Eine Schutzbrille könnte helfen, wenn sie nicht zu beschlagen ist und den Blick in trüben Nebel taucht.

 

 

Die Hoffnung auf ein Leben ohne Stürme ist immer lebendig.

 

 

 

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